Archiv:   Der Doktortitel zwischen Status und Qualifikation. iFQ Jahrestagung 2011 am 05./06. Dezember

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Der Doktortitel zwischen Status undQualifikation

5. iFQ-Jahrestagung am 5. und 6. Dezember 2011
im Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW)
am Gendarmenmarkt, Zugang über das Eingangsportal in der Markgrafenstraße/Ecke Jägerstraße, 10117 Berlin.

Seit Mitte der 1980er Jahre wurden neue Formen der Doktorandenausbildung erprobt und gefördert. Die damals angestoßene Diskussion um Probleme und Defizite der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses bewegte zunächst die Wissenschaftlergemeinde, führte im Rahmen des Bologna-Prozesses zu wissenschafts- und bildungspolitischen Debatten und mündete in diesem Jahr in eine unerwartete und ungeplante heftige öffentliche Diskussion um Qualität und Sinn der Promotion.

Ist der Anlass der medialen Aufmerksamkeit für die Promotion auch sehr unerfreulich, so bietet die breite Debatte um Standards und Ziele der Doktorandenausbildung doch zugleich die seltene Gelegenheit für eine Neuorientierung oder auch Rückbesinnung. Denn akademische Probleme gegen die „Pseudoctores“ wurden bereits im 19. Jahrhundert von Theodor Mommsen (1876) vorgebracht. Ebenso wie die Frage, ob das „dual use“ der Promotion ein spezifisches deutsches Phänomen ist und ob sich aus internationalen Praktiken Anhaltspunkte für eine Reform ableiten lassen.

Die iFQ-Jahrestagung 2011 stellt den Wert des Doktortitels, der zwischen gesellschaftlichem Status und wissenschaftlicher Qualifizierung changiert, in den Mittelpunkt. Wenn dem Doktortitel tatsächlich ein besonderer Wert zugeschrieben werden kann, dann liegen Fragen nach seinem akademischen Wert, nach ökonomischen und sozialen Erträgen sowie nach seinen Auswirkungen auf die berufliche Karriere auf der Hand.

In vier aufeinander folgenden thematischen Sektionen werden sich die Konferenzbeiträge und Diskussionen auf folgende Schwerpunkte konzentrieren:

  • Der Doktortitel in der Gesellschaft
  • Promotion – und was dann?
  • Die Internationalisierung des Doktortitels
  • Promotionswege und Qualifikationen.

Als Referenten sind international hochrangige Experten geladen. Am Abend des ersten Konferenztages findet im Restaurant „Cum Laude“ im Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin ein gemeinsames Abendessen mit Dinnerspeech statt.

Konferenzsprache ist Deutsch. Einige Vorträge sowie die Round Table Diskussion werden in englischer Sprache gehalten.