Archiv:   Völlig losgelöst? Governance der Wissenschaft – Akteure, Konzepte und Instrumente. iFQ Jahrestagung 2012 am 17./18. Dezember

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Völlig losgelöst?
Governance der Wissenschaft – Akteure, Konzepte und Instrumente

6. Jahrestagung des Instituts für Forschungsinformation und Qualitätssicherung am 17. und 18. Dezember 2012
in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW)
am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Fragen zur Steuerung und Steuerbarkeit des Wissenschaftssystems haben in den letzten Jahren sowohl in der Wissenschaftspolitik als auch in der Governance-Forschung Hochkonjunktur. Grund hierfür sind unterschiedliche wissenschaftspolitische Reformen in den letzten Jahren. Waren vormals wissenschaftliche Einrichtungen in der Regel einem direkten Zugriff des Staates ausgesetzt, so zeugen neue Ideen von Hochschulautonomie und deregulierende Organisationsmodelle für wissenschaftliche Einrichtungen sowie wettbewerbsfördernde Instrumente wie die Exzellenzinitiative und leistungsorientierte Mittelvergabesysteme von einer veränderten Governance der Wissenschaft. Insbesondere das Paradigma der Selbststeuerung der Wissenschaft scheint dabei ‚leitend‘ zu sein. Es wäre jedoch verfehlt, der Wissenschaftspolitik eine eindeutige oder gar einheitliche Governance-Praxis zu unterstellen. Die inzwischen eingesetzte theoretische und empirische Reflexion innerhalb der Wissenschaftsforschung hat herausgearbeitet, dass zwischen Zielsetzung und tatsächlicher Wirkung bestimmter Governance-Instrumente zuweilen große Unterschiede bestehen können. Dies ist Anlass genug, um den Stand der gegenwärtigen Governance-Debatten zu resümieren und sowohl deren praktische als auch theoretische Seite in den Blick zu nehmen.

Das iFQ möchte mit seiner Jahrestagung Akteuren der Wissenschaftspolitik und ‑administration sowie Governance-Forscherinnen und -forschern unterschiedlicher Disziplinen ein gemeinsames Forum für dieses Thema bieten. Das iFQ freut sich daher, zahlreiche international anerkannte Expertinnen und Experten gewonnen zu haben. Die Jahrestagung wird gefördert vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.