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Archiv:   Kritik als Dienstleistung? Wissenschaftliche Ratschläge für die Politik zwischen Legitimation und Intervention. iFQ Jahrestagung 2015 am 07./08. Dezember

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Kritik als Dienstleistung?
Wissenschaftliche Ratschläge für die Politik zwischen Legitimation und Intervention

Jahrestagung | 10 Jahre Wissenschaftsforschung am Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung am 07. und 08. Dezember 2015
in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW)
am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Sprecherinnen und Sprecher auf der iFQ-Jahrestagung

Professor Dr. Stefan Hornbostel
Leiter des Instituts für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ); Humboldt-Universität Berlin

studierte Sozialwissenschaften an der Universität Göttingen. Er promovierte an der Freien Universität Berlin und arbeitete nach seinem Studium an den Universitäten Kassel, Köln, Jena und Dortmund sowie am Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). Seit 2005 ist er Leiter des Instituts für Forschungsinformation und Qualitätssicherung sowie Professor für Soziologie (Wissenschaftsforschung) am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschungsinteressen umfassen Themen der Wissenschaftsforschung, Bibliometrie und Elitensoziologie.

Professor Dr. Roger A. Pielke, Jr.
University of Colorado, Boulder

studierte Mathematik, Verwaltungs- und Politikwissenschaft an der University of Colorado, der er seit 2001 als Wissenschaftler angehört. Er ist Professor im Environmental Studies Program und Fellow des Cooperative Institute for Research in Environmental Sciences (CIRES). Seine Forschungsinteressen umfassen Wissenschaft, Innovation und Politik. 2012 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Linköping Universität verliehen. Er erhielt den Public Service Award der Geological Society of America und den Eduard-Brückner-Preis für herausragende interdisziplinäre Klimaforschung. Er ist Autor und Co-Autor mehrerer Bücher, darunter The Honest Broker: Making Sense of Science in Policy and Politics, erschienen bei Cambridge University Press (2007), und The Climate Fix: What Scientists and Politicians Won't Tell you About Global Warming (2011, Basic Books). Sein jüngstes Buch ist Rightful Place of Science Series, Disasters and Climate Change (2014, Consortium for Science, Policy & Outcomes). Gegenwärtig arbeitet er an der zweiten Auflage von The Honest Broker und forscht über Governance im Sport, u.a. der FIFA.

Professorin Dr. Sabine Maasen
Technische Universität München

studierte Soziologie, Linguistik und Psychologie an der Universität Bielefeld. 1996 promovierte sie im Fach Soziologie, 2001 folgte die Habilitation. Sie war von 1994 bis 2001 Forschungskoordinatorin am Max-Planck-Institut für Psychologische Forschung. 2001 erfolgte der Ruf auf eine Professur für Wissenschaftsforschung/ Wissenschaftssoziologie an der Universität Basel. Seit Dezember 2013 hat sie den Friedrich Schiedel-Stiftungslehrstuhl für Wissenschaftssoziologie an der Technischen Universität München inne. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der sozialwissenschaftlichen Wissenschaftsforschung sowie der Technowissenschaften. Derzeit konzentriert sie sich u.a. auf eine Soziologie der Neurowissenschaften.

Professor em. Dr. Peter Weingart
Universität Stellenbosch; Technische Universität München

studierte Ökonomie und Soziologie und war von 1974 an der Universität Bielefeld als Professor für Soziologie tätig. Von 1993 bis 2009 (Emeritierung) leitete er das Institut für Wissenschafts- und Technikforschung. Er ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW), der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften acatech und im wissenschaftlichen Beirat des DZHW/iFQ. Für die BBAW hat er u.a. die Leitlinien Politikberatung herausgegeben, für acatech verantwortet er als Sprecher Stellungnahmen zur Wissenschaftskommunikation. Peter Weingart hält derzeit eine Professur an der Universität Stellenbosch/Südafrika. Er ist seit 2012 Distinguished Affiliated Professor an der Technischen Universität München und ist für die Österreichische Agentur für wissenschaftliche Integrität tätig. Seine Forschungsinteressen umfassen Themen der Wissenschaftssoziologie, Bibliometrie und Wissenssoziologie, u.a. die Form und Funktion wissenschaftlicher Politikberatung.

Professor Dr. Wolfgang Böttcher
Universität Münster, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft für Evaluation e.V. (DeGEval)

studierte Sozialwissenschaften in Bochum und London. Er arbeitete u.a. an der FernUniversität Hagen und den Universitäten Dortmund, Essen und Karlsruhe. Seit 2003 ist er an der Universität Münster Professor für Erziehungswissenschaft mit den Schwerpunkten Qualitätsentwicklung und Evaluation. Von 2003 bis 2009 war er Ko-Sprecher der Sektion Empirische Bildungsforschung in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft. Seit 2009 ist er im Vorstand, seit 2011 ist er Vorstandsvorsitzender der DeGEval – Gesellschaft für Evaluation. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen Bildungsmarketing und -management, Bildungssoziologie, Mikroökonomie des Bildungswesens, empirische Wirkungsforschung sowie Evaluationen im Bildungs- und Sozialwesen. Er engagiert sich in mehreren wissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Beiräten, bspw. im Landtag Hessen, für das BMFSFJ, die Hans-Böckler-Stiftung und die Friedrich-Ebert-Stiftung.

Dr. Andreas Stucke
Stellvertreter des Generalsekretärs, Wissenschaftsrat

studierte Soziologie und war von 1987 bis 1994 Stipendiat und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln, wo er auch 1991 seine Promotion abschloss. Langjährig als Mitarbeiter des Wissenschaftsrats tätig, ist er dort derzeit Stellvertreter des Generalsekretärs und Leiter der Abteilung Evaluation. Er hat u.a. zur Institutionalisierung der Forschungspolitik und Rolle der staatlichen Akteure in der Wissenschaftspolitik publiziert.

Dr. Katja Patzwaldt
Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina

studierte Politikwissenschaft und Osteuropastudien in Berlin und Moskau. Als Doktorandin war sie in der AG Wissenschaftliche Politikberatung in der Demokratie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften tätig und wurde 2007 am Institut für Wissenschafts- und Technikforschung der Universität Bielefeld promoviert. Danach war sie bis 2015 an der Jacobs University Bremen als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig und betreute u.a. Projekte der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina im Bereich der wissenschaftsbasierten Politikberatung. Von Mai bis September 2015 war sie wissenschaftliche Referentin der Leitung des Instituts für Forschungsinformation und Qualitätssicherung und arbeitet seit Oktober 2015 als wissenschaftliche Referentin im Präsidialbüro der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.

Professor Dr. med. Jürgen Windeler
Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG); Universität Bochum

studierte Humanmedizin in Göttingen und Lübeck, promovierte 1985 und habilitierte sich 1993. Es folgten wissenschaftliche Tätigkeiten im Bereich der medizinischen Biometrie in Bochum und Heidelberg. 1999 wurde er Leiter des Fachbereichs Evidenzbasierte Medizin des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS). Von 2004 bis 2010 war er zusätzlich stellvertretender Geschäftsführer und Leitender Arzt des MDS. Darüber hinaus ist er seit 2001 außerplanmäßiger Professor für Medizinische Biometrie und Klinische Epidemiologie an der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2010 ist er Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen die qualitative Bewertung medizinischer Maßnahmen, insbesondere deren Wirksamkeits- und Risikoabschätzung.

Professor Dr. Jörg Faust
Direktor des Deutschen Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit (DEval); Universität Duisburg-Essen

studierte Wirtschafts- und Politikwissenschaften in Mannheim und promovierte in Politikwissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 2003 ging er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE), wo er ab 2007 die Abteilung "Governance, Staatlichkeit, Sicherheit" leitete. Seit 2015 ist er Direktor des Deutschen Evaluierungsinstituts der Entwicklungszusammenarbeit (DEval). Zudem lehrt er als außerplanmäßiger Professor für Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Demokratieförderung, Evaluierungsmethoden sowie bi- und multilaterale Entwicklungszusammenarbeit.

Professor Dr. Reinhold Weiß
Ständiger Vertreter des Präsidenten und Leiter des Forschungsbereichs im Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB; Universität Duisburg-Essen

hat an der Universität zu Köln Volkswirtschaftslehre, Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Wirtschafts- und Berufspädagogik studiert. Danach arbeitete er als Referent für bildungspolitische Grundsatzfragen und Allgemeinbildung am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. 1986 schloss sich die Tätigkeit als Leiter des IHK-Bildungswerks in der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein an. 1988 kehrte er ins IW zurück – zuerst als Leiter des Referats "Bildungsökonomie und Weiterbildung" und später als stellvertretender Leiter des Wissenschaftsbereichs "Bildungspolitik und Arbeitsmarktpolitik" und Mitglied der Geschäftsführung. 2004 wurde er Honorarprofessor an der Universität Duisburg-Essen. Seit 2005 ist er ständiger Vertreter des Präsidenten und Leiter des Forschungsbereichs im Bundesinstitut für Berufsbildung. Im Zentrum seiner Forschungsarbeiten stehen betriebliche und berufliche Weiterbildung.

Professor Dr. Gert G. Wagner
Vorstandsmitglied Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW); Technische Universität Berlin

studierte Volkswirtschaftslehre und Soziologie in Frankfurt am Main und wurde 1984 an der Technischen Universität Berlin zum Dr. rer. oec. promoviert, wo er sich 1992 für Volkswirtschaftslehre habilitierte. Er war 1989 bis 2011 im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Leiter der Längsschnittstudie "Sozio-ökonomisches Panel (SOEP)" und hatte zwischen 1992 und 2002 Lehrstühle an der Ruhr-Universität Bochum und Viadrina Universität Frankfurt (Oder) inne und seit 2002 ist er Professor für Empirische Wirtschaftsforschung und Wirtschaftspolitik an der TU Berlin. Seit 2008 ist er Max Planck Fellow am MPI für Bildungsforschung (Berlin) und seit 2011 ist er Vorstandsmitglied des DIW Berlin. Von 2002 bis 2008 war er Mitglied des Wissenschaftsrates. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech), u.a. Vorsitzender des Sozialbeirats der Bundesregierung und Mitglied im Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten und im Beirat "Gut leben in Deutschland" im Bundeskanzleramt. Seine wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkte umfassen z. Z. vor allem Entwicklungspsychologie sowie Themen der Surveymethodologie, des Forschungsmanagements und der Politikberatung.

Professorin Dr. Monika Jungbauer-Gans
Leiterin des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW); Leibniz-Universität Hannover

schloss 1988 ihr Diplomstudium ab und promovierte 1992 in Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo sie zunächst als wissenschaftliche Assistentin und als Akademische Rätin tätig war. Im Jahr 2001 habilitierte sie sich an der LMU. Nach einer Lehrstuhlvertretung in Wuppertal und einem Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Kiel übernahm sie 2010 den Lehrstuhl für Empirische Wirtschaftssoziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Seit September 2015 ist sie wissenschaftliche Geschäftsführerin des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) und Inhaberin einer Professur für Empirische Hochschul- und Wissenschaftsforschung an der Leibniz-Universität Hannover. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören derzeit u.a. Themen der Wissenschafts- und Hochschulforschung sowie der Bildungs- und Organisationssoziologie.

Professor Dr. Paul Wouters
Direktor des Centre for Science and Technology Studies (CWTS), Universität Leiden

studierte Biochemie an der Freien Universität Amsterdam. Er arbeitete danach viele Jahre als Wissenschaftsjournalist und war mit wissenschaftspolitischen Analysen betraut. 1991 nahm er eine Forschungstätigkeit am Institut für Wissenschaftsdynamik der Universität Amsterdam auf. 1999 promovierte er an derselben Universität mit einer Arbeit über die Geschichte und Soziologie von Zitationsindizes. Danach hatte er Forschungsstellen an der Royal Netherlands Academy of Arts and Sciences (Netherlands Institute of Scientific Information, Virtual Knowledge Studio for the Humanities and Social Sciences) und der Erasmus Universität Rotterdam inne. Als Mitherausgeber veröffentlichte er kürzlich das Buch Virtual Knowledge: Experimenting in the Humanities and the Social Sciences (MIT Press, 2013). Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf Zitationstheorie und der Interaktion zwischen Evaluation und der Erzeugung von Wissen.